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Wohnangebot – integrierend und zielgerichtet

Das Wohnangebot ist ein Förderangebot, das längerfristig zu einer sozialen Integration führen kann. Alle Bewohner/Bewohnerinnen beteiligen sich an der Haushaltsführung. Sie kaufen ein, kochen, putzen, waschen und können dabei auf die Unterstützung der Mitarbeitenden zählen.

Die Mitarbeitenden haben sich auf die Arbeit mit Menschen mit einer Hirnverletzung spezialisiert. Zudem verfügen sie über eine Ausbildung in der Behindertenbetreuung, Pflege oder in verwandten Fachgebieten.

Alle Bewohner/Bewohnerinnen haben eine Bezugsperson, mit der sie Fragen und Probleme besprechen können und Ziele vereinbaren.

 

Wohntraining – motiviert und zielorientiert

Im Wohntraining setzen sich die Bewohner/Bewohnerinnen mit ihren Fähigkeiten im Alltag auseinander. Das setzt Motivation und das Potenzial zur Eigenverantwortung voraus.

Die Bewohner/Bewohnerinnen lernen, wie weit sie belastbar sind und wie sie mit ihren Grenzen umgehen können. Zusammen mit den Koordinationspersonen legen die ihre Ziele fest und entwickeln Strategien, wie sie die Selbständigkeit erhöhen. Zum Wohntraining gehören auch regelmässige Standortgespräche mit den Bewohnern/Bewohnerinnen, ihren Angehörigen, den Kostenträgern und Arbeitgebern.

Alle Mitarbeitenden verfügen über Ausbildungen in den Bereichen Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Ergotherapie oder in verwandten Fachgebieten.

 

Arbeitsbereich – differenziert und aufbauend

In der sozialberuflichen Rehabilitation setzen sich die Klienten/Klientinnen mit ihrer veränderten Leistungsfähigkeit auseinander. Sie erkennen die Grenzen ihrer Belastbarkeit und lernen, wie sie damit umgehen können. Unterstützt von Fachpersonen arbeiten sie auf eine berufliche Wiedereingliederung hin oder entwickeln Perspektiven für ihre künftige Tagesstruktur.

Die Mitarbeitenden im Arbeitsbereich verfügen über eine Ausbildung in den Bereichen Agogik, Ergotherapie oder in verwandten Fachgebieten.

 

Werkstätte Movero – erhaltend und fördernd

Die Werkstätte Movero bietet zwölf geschützte Arbeitsplätze für Menschen, die trotz einer Hirnverletzung, körperlichen Behinderung oder psychischen Beeinträchtigung zu Hause oder selbständig wohnen und einer sinnvollen, vielseitigen Arbeit nachgehen möchten. Dabei können vorhandene Fähigkeiten erhalten und gefördert sowie neue Ressourcen entdeckt werden.

Durch regelmässige Arbeitszeiten erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine geregelte Tages- resp. Wochenstruktur. Es ist möglich, Teilzeit zu arbeiten. Für die geleistete Arbeit wird eine finanzielle Entschädigung (gemäss kantonalen Vorgaben) ausbezahlt.

 

Ergotherapie – konkret und begleitend

Die Ergotherapeuten/Ergotherapeutinnen arbeien in Einzelsituationen, aber auch in der alltäglichen Umgebung. Sie schauen mit den Bewohnern/Bewohnerinnen Abläufe wie das Zubereiten des Essens an. Gemeinsam entwickeln sie Strategien, wie diese Abläufe optimiert werden können. So setzen die Bewohner/Bewohnerinnen die Therapieziele konkret im Alltag um.

Bei Bedarf klären die Ergotherapeuten/Ergotherapeutinnen die Leistungsfähigkeit für die berufliche Integrationsmassnahmen ab. Sie besuchen mit den Bewohnern/Bewohnerinnen den früheren Arbeitsort und schauen, welche Tätigkeiten die Bewohner/Bewohnerinnen wieder ausführen können. Dann trainieren sie mit ihnen gezielt jene Bereiche, wo noch Schwierigkeiten bestehen. Schliesslich begleiten sie die Bewohner/Bewohnerinnen beim beruflichen Wiedereinstieg.

 

Rehabilitation im Alltag – persönlich und qualifiziert

Im Zentrum der Rehabilitation im Alltag stehen die individuellen Ziele der Bewohner/Bewohnerinnen. Wie kann ich diese Ziele erreichen? Welche Strategien helfen mir? Ebenso grosse Bedeutung kommt der Auseinandersetzung mit der Belastbarkeit zu. Wo sind meine Grenzen? Wie gehe ich damit um? Die Antworten auf all diese Fragen suchen die Bewohner/Bewohnerinnen zusammen mit dem Team.

Die Bewohner/Bewohnerinnen wohnen in teilmöbilierten Einerzimmern. Zusammen mit weiteren Menschen mit einer Hirnverletzung bilden sie eine Wohngemeinschaft, in der sie den Alltag und teilweise auch die Freizeit verbringen.

Im Haus Selun arbeiten Fachpersonen aus den Bereichen Ergotherapie, Sozialpädagogik und Pflege. Sie haben sich auf die Auswirkungen von Hirnverletzungen spezialisiert und setzen anerkannte Rehabilitationskonzepte um.



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